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Die Restaurierung der historischen Orgel in St. Jakobus Lüttelforst

Ein weiteres Schmuckstück in der Schwalmtaler Orgellandschaft

Von: Marco Ellmer

 

Bericht über die Restaurierung der historischen Orgel in St. Jakobus Lüttelforst

             

 

Daten & Fakten:
Erbauer und Baujahr:

Vor und während der Restauration nicht feststellbar. Der Form des Prospektes nach stammt die Orgel aus der zeit um 1750
Ankauf: 1805, wahrscheinlich aus der ehemaligen Zisterzienserinnen-Abtei Eppinghofen im Kreis Neuss
Umbau & Reparatur: 1883 von Orgelbaumeister B. Tibus, RheinbergReparatur in den 50er Jahren durch L. Verschueren, Holland

 Restauration: 1980/81 durch die Orgelbauwerkstatt Fischer & Krämer Endingen am Kaiserstuhl
Letzte Arbeiten: 2002 Reinigung und behutsame Nachintonation durch Johannes Klein und Marco Ellmer
Orgelsachberatung: Prof. Dr. Hans Hulverscheidt (Denkmalamt) und Münsterkantor Viktor Scholz

 Heutige Dispositon nach der Restauration 1980/81:

Cornet 3fach neu, c'-f'''
Praestant 4' C-gs Prospekt, ab a-c''' alt, cs'''-f''' ca. 1850
Holpfeif 8' C-c''' alt, C-cs Holz, ab cs in Zinn
Gamba 8' C-H gemeinsam mit Holpfeif 8', ab c-c''' alt (1850)
Flageolet 2' C-f''' neu
Holflöte 4' C-h'' gedeckt, alt, ab c'''-f''' konisch offen
Oktave 2' C-c''' alt, cs'''-f''' ca. 1850
Quint 3' C-f' gedeckt, alt, ab fs' alt, offen
Mixtur 1' 1'-Chor z. T. Alt, sonst neu
Trompete 8' B/D C-f''' neu

Foto: 2002 (Jürgen Schröder, orgelmagazin.com)

Die einzelnen Altersstufen der Metallregister sind gut zu erkennen. Der älteste Pfeifenbestand sind die register Praestant 4', (Prospekt), Holpfeif 8', Holflöte 4', Octave 2', Quinte 3', 1' Chor Mixtur 1'. Diese Pfeifen sind von der Bauart und Legierung aus dem 18. Jahrhundert. (Rote Lötfarbe an den Rund- und Längsnähtennoch aus der Erbauerzeit.

Die neuen Register wurden nach Mensur und Bauart der historischen Register neu gefertigt.
Die Stimmung der Orgel konnte nach den vorhandenen Registern festgelegt werden und entspricht weitgehend der heutigen Stimmhöhe.
Die Spielanlage befindet sich auf der C-Seite der Orgel (seitlich). Die Klaviatur wurde neu gefertigt: Untertasten mit Ebenholz belegt, Obertasten Ebenholz mit Elfenbeinauflage. Tafelbreite der Klaviatur: 748mm (nach historischem Vorbild; Mitte C-f''' 726mm. Klaviaturbacken und Arretierungsleisten wurden in Kirschbaum gefertigt.
Das Orgelgehäuse stammte aus der Erbauerzeit der Orgel. Der Prospekt ist 5teilig gegliedert. Er besteht aus einem großen Rundturm in der Mitte, zwei kleinen Rundtürmen seitlich und zwei Flachfeldern.


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