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"pro organo pleno" verurteilt die Vergabepraxis für Orgelneubauten

Ein "offener Brief"- anonym verfasst

Von: Jürgen Schröder

Anonym versendet derzeit eine Gruppe unter dem Namen "pro organo pleno- aufgebrachte Mitglieder der Kirche von Freiburg" ein Schreiben an die Kirchenleitung von Freiburg und an Medien. Darin beklagen die Verfasser u.a., daß der Neubau der Michaelsorgel im Freiburger Münster an eine ausländische Firma vergeben worden sei - an die Schweizer Firma Metzler. Man stellt fest, daß "eine Vielzahl deutscher Orgelbauer diesen Auftrag um Längen besser meistern könnten", an späterer Stelle beklagen die anonymen Verfasser, daß es in beiden christlichen Kirchen "Mode geworden sei, Aufträge ins Ausland zu vergeben.

"Es ist an der Zeit, dass die Vergabepraxis im Orgelbau deutschlandweit zur Diskussion gestellt wird", fordert "pro organo pleno" und moniert, daß es, ohne "Anrainerländer zu verunglimpfen", im Ausland hingegen eine "hermetische Abschottung gegen Instrumente aus Deutschland gebe".

Der zweiseitige Brief spart nicht mit deutlicher Polemik und soll, so seine Verfasser, einen "Denkprozess" bei den Adressaten auslösen. Ganz besonders beim Bischof zu Freiburg, der Inhalte des Briefes bei der Bischofskonferenz thematisieren solle.

Das Orgelmagazin kann den Brief aufgrund seiner polemisierenden Schärfe und problematischen Diktion hier nicht anonym wiedergeben, lädt aber statt dessen die verborgenen Urheber ein, hier offen eine Diskussion anzustoßen. Sicher tut man der eigenen Sache keinen Gefallen, wenn aus dem Schutz des Verborgenen verbal problematische Schriftsätze versandt werden.

Wenn alle Argumente auf den Tisch dürfen, alle Meinungsäußerer sich bekennen - wenn sachliche und offene Diskussion gewünscht ist, wird das Orgelmagazin gern in geeigneter Form als Plattform dienen !  

 


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