Eine kleine Pfeifenkunde
Und das klingt dann, wenn man über Winkel, Wellen , Abstrakten, Holzleisten, Drähtchen, Elektroleitungen und Elektromagnete die musikalische "Befehlskette" in Gang gesetzt hat:
Pfeifen, in Registern wie Großfamilien vereint. Dick, dünn, schlank, beleibt, mit näselndem, starkem, sonorem oder vornehm zurückhaltendem Klang. Aus Holz, aus Zinn, aus einer Bleilegierung, aus Zink....
dick, dünn, laut, leise
Im folgenden eine Auflistung verschiedener Pfeifentypen (Famlien)
"Labial-Pfeifen" - Die Labialpfeife (Lippenpfeife) hat einen Pfeifenfuß und einen Pfeifenkörper, beide Teile sind durch Kern, Kernspalte und Labium getrennt. Wenn die Luft aus der Windlade und den Pfeifenfuß eingeströmt ist, strömt sie an den drei vorgenannten Bestandteilen vorbei, gerät in Schwingung und erzeugt den charakteristischen Ton. (z.B. Prinzipal- Register, Flötenregister etc...)
"Gedeckte Labialpfeifen" - Diese Pfeifen sind am oberen Ende mit einem "Deckel" verschlossen. Wegen der Änderung des Schwingungsverhältnisses der Luftsäule brauchen diese Pfeifen für dieselbe Tonhöhe von offenen Pfeifen nur die halbe Länge.
"Zungenpfeifen" - Die "Zunge" , wichtigstes Bestandteil dieses Register und Namensgeber, beginnt zu schwingen , wenn Luft daran entlangströmt. (Mundharmonika-Effekt). Das leicht aufgebogene Metallblättchen erzeugt dann durch den Klangbecher am oberen Ende den bekannt kräftigen Ton, der das Plenum (Vollklang) einer Orgel majestätisch erklingen läßt.

"Teile einer Zungenpfeife", die zusammen gehören :
Der Fuß der Pfeife (hier "Stiefel") der Metallkopf ("Nuß"), hier ist die Zunge befestigt und der Pfeifenkörper ("Klangbecher")
Beispiele für "Mensuren" von Pfeifen :
Eine weite Mensur (Verhältnis der Proportion Durchmesser, Länge) erzeugt eher weicheren (flötenähnlicheren) Klang, die mittlere Mensur (Mitte) einen runden und starken Klang und die enge Mensur (rechts) eine leicht nasale Tongebung. Hier spricht man von "Streicherstimmen" einer Orgel.


