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Schwarzbunte oder Schnitzgehäuse - der Niederrheiner im Zwiespalt der Eindrücke

  Eine Landschaft, die nicht nur viele Nachbarn hat und für Fußfaule angenehm ist....

Die Kult-Tour: Die "www.Orgelmagazin.com"-Niederrheinreise

Hier sind Wanderwege noch angenehm flach zwischen den Pappeln und Kopfweiden. Die Niers, das kleine , träge Flüßchen, einst wollte Napoleon tatsächlich einen Schiffahrtsweg zur Nordsee in ihr Bett graben lassen, schlängelt sich (wo nicht begradigt) als stiller Zeitzeuge, von stillen Wassern der Rheinbraun AG gefüllt, von Mönchengladbach bis ins Niederländische. Radfahrer , fahrt ein Stück mit ! Der Niederrhein hat jede Menge Schwarzbunte (wenn nicht maul- und klauenverseucht) auf den Weiden stehen. Der Niederrheiner hat den Hüsch, der ihm erklärt, wer er denn eigentlich ist. Und da gibt es noch Kölsch und Alt im leidenschaftlichen Wettstreit der Gemüter.


Also... viel los zwischen Köln-Nippes, Düsseldorf -Heerdt und Xanten - Marienbaum.

Und , deshalb sind Sie hier, es verfügt die niederrheinische Organisten-Gilde über ungewöhnlich viele interessante und recht gepflegte Orgel-Geräte in den Kirchen, die katholisch geprägt immer ein wenig über sich hinauswachsen wollen. Dome in Bauerndörfern "hätt mer he ever an jede Eck stonn", Akustik satt, dafür immer optisch zu wenig Besucher in den Orgelkonzerten. Der Niederrheiner an sich ist schon ein recht verziertes Wesen: Er ist redselig, aufgeschlossen, klüngelt ever ooch ma jern e bische und maat och e bische verzäll üwer de frau von schmitzens jupp , ever wenn die nit do is.... Also weniger barock-klares.Nein , ganz wie viele seiner Orgelprospekte hat der Niederrheiner oft sehr aufstrebenden Charme und Eleganz, er denkt gern in großen Bögen. Und wie das Himmelstrebende seiner Domorgeln liebt er auch ab und an das hingebungsvolle Aufrecken zum Vorgesetzten, zur Eingebung von oben. Die, wenn sie nett und klar vorgebend ist, viel vom phantasiebegabten Niederheiner erwarten kann.

Schnitzkunstwerk Kalkar

Das gilt auch für Organisten der Region. Sie schaffen interessante Musik , von gewaltiger und kapriziöser Improvisationsfülle bishin zur musikalisch geschickten Interpretation von z.B. Orgelromantikwerken. Rheinberger und Co. lassen sich in in Kalkar, St.Nicolai, hervorragend musizieren. Orgelbau Seifert aus Kevelaer verbaute ins Schnitzwerk drei Manuale und 43 Register in Haupt- Ober- Brust- und Pedalwerk.Daß sie durchaus mehr verbauen können, wissen Sie, geneigter Besucher von anderer Stelle dieser Homepage. Kevelaer ist und bleibt Schmuckkästchen romantischer Klangkunst und Superlativ im niederrheinischen Klangstreben.

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